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Donnerstag, 11. Februar 2010

Es ist immer noch da!

Da es anscheinend gerade angesagt ist — schließlich ist das Game inzwischen sage und schreibe 5 Jahre alt — musste wohl so ein Artikel hier irgendwie und -wann erscheinen und dennoch: Er schreibt sich wie von selbst. Obwohl mein Account schon seit Monaten (wieder) offline ist und ich schon viel länger nicht mehr richtig aktive gespielt habe — dieses Gefühl, es ist immer noch da. Sowohl beim Lesen von Christians Artikel als auch von Bens Zusammenfassung, war da wieder dieses Kribbeln. Längst hat sich das Spiel (für mich und einige alte Bekannte) selbst überholt. Der ewige Itemgrind, die fehlende Motivation und Innovation. Bei mir aber auch die Zeitintensität, die mich zwang ein Casual zu sein, der ich eigentlich gar nicht sein wollte und gleichzeitig zu merken, wie das Spielprinzip immer stupider geschrumpft wurde, um eben diese Casuals besser zu bedienen. All diese Ärgernisse verblassen, wenn man an »die schöne Zeit« denkt, die man dort verbracht hat. Die Welt, die man erobert und bevölkert hat, der man Leben eingehaucht und abkauft hat. In der Aussage World of Warcraft sei ein »geistiger Einrichtungsgegenstand« steckt soviel Wahres, dass ich fast geneigt war an Ort und Stelle den greisen Glyx aus dem verdienten Ruhestand zu holen und mal wieder eine Runde auf dem alten Klepper durch die Pestländer zu drehen. Nun — vielleicht morgen.

Sonntag, 23. November 2008

70 + 1

Es ist sofort total atmosphärisch, wenn man mit dem Schiff die Valianzfeste in der boreanischen Tundra erreicht. Alles sieht improvisiert und im Aufbau aus. Kein Wunder! Schließlich ist Krieg und direkt erblickt man die langen Reihen von Freiwilligen, die sich dem Lich König entgegenstellen wollen. Man hat sich schon ganz hinten angestellt und rechnet damit Stunden in dieser Schlange zu verbringen, um in irgendein Regiment eingeteilt zu werden, da winkt einen der listenführende Offizier nach vorn. Jemand wie Glyxbringer muss sich nicht in die Schlange einreihen! Er wird gebraucht an der Front!

Ich weiß nicht, ob es an mir liegt, aber ich finde, dass WotLK wieder mehr Geschichte erzählt. Überall kommt dieses stimmungsvolle Flair auf… auch wenn man weiß, dass der Offizier jeden in höchsten Tönen loben wird… dennoch ist man geschmeichelt und möchte seinen Veteranenstatus dann doch auch gerecht werden.

Gestern bin ich dann auch 71 geworden. Ich habe nur gequestet und ich habe es genossen. Fernhain, Tierschützer, Magier, Walrösser… es ist einfach schön und fügt sich wunderbar zusammen. Selbst den großen Malygos habe ich schon herausgefordert und musste zusehen, wie die wunderbare Keristrasza gefangen genommen wurde. 

Glyx ist natürlich Schutz, trägt aber viel Retrizeug. Das fügt sich relativ gut zusammen. Ab und an hat man etwas am Mana zu knausern, dafür aber auch gegen eine ganze Hand voll Mobs keinerlei Probleme.